
Bunt wie ein Regenbogen, schwarz wie die Nacht …
… und leuchtend wie eine Supernova.
So vielfältig möchte das Programm im PLANET KA sein.
Gestalten Sie es mit!
“Die Sterne waren nur der Anfang”
Mit einer planmäßigen Eröffnung am 7. Mai 2025, genau am 100. Jahrestag der Eröffnung des ersten Planetariums weltweit (im Deutschen Museum in München), verknüpft sich PLANET KA von Beginn an mit der Geschichte und Entwicklung des Planetariums als einer kulturellen Praxis, die im zeitlichen Gefolge der Elektrifizierung, des Kinematographen und (indirekter) des Karussells aufkam, und den von der Straßenbeleuchtung aus den Großstädten verbannten natürlichen Sternenhimmel auf künstliche, aber naturgetreue Weise wieder hereinholte. Was Natur war, soll Kunst werden!? (in Analogie zu Freuds “Wo Es war, soll Ich werden”).
Ab dem 7. Mai wird ein Teil der Ausstellung im PLANET KA sich der Erfindung und Erfolgsgeschichte des Zeiss-Planetariums widmen. Vgl. https://planet-ka.de/kunst-kultur/#100jeaus

Zur vertiefenden Lektüre sei die Tübinger Dissertationsschrift von Helen Ahner von 2023 “Planetarien. Wunder der Technik – Techniken des Wunderns” ans Herz gelegt, vgl.: https://www.wallstein-verlag.de/9783835354302-planetarien.html
“Die Sterne waren nur der Anfang” lautet das Motto des Centennials, um der Entwicklung des Planetariums weg vom reinen mehr oder weniger statischen Sternentheater Ausdruck zu verleihen. Mit der Dynamisierung der Darstellungstechniken mittels erst analoger, heute digitaler Projektoren (teils auch in 3D) wird der “Dom” vollends zur universalen Raum-Zeit-Maschine. Reisen zum Mars, zu Exoplaneten und fernen Galaxien, bis hin zur kosmischen Hintergrundstrahlung als dem “ersten Licht der Frühe” sind in Sekundenschnelle vollzogen. Wie ein fliegender Teppich trägt das Planetarium seine Gäste durch alle Zeiten und Räume, um am Ende doch immer wieder sicher auf unserem Heimatplaneten Erde zu landen. Entkoppelt ist diese moderne platonische Höhle denn auch von bestimmten Inhalten. Abstrakte Visual Arts finden sich ebenso umfassend abgebildet wie Architektur, Produktdesign oder Tiefseewelten.
Einen guten schnellen Überblick verschafft der gut dreiminütige Trailer der Gesellschaft deutschsprachiger Planetarien e.V. zum Hundertjährigen ihrer Wundermaschine:
PLANET KA möchte dieser Fortschreibung der Planetariumsgeschichte Rechnung tragen, indem die Möglichkeiten der immersiven Universalprojektion über alle inhaltlichen Grenzen hinweg ausgeschöpft werden.
Im Kern und Alltag ist und bleibt das Planetarium natürlich die naturgetreue Nachbildung des bestirnten Himmelszeltes. Dies bildet Anfang- und Endpunkt fast jeder Vorstellung.
Andere Cross-over-Formate und Themen sind jedoch in keiner Weise ausgeschlossen. Das im Sommer / Herbst 2024 von PLANET KA avant la lettre mit der art meets science – Stiftung Herbert W. Franke initiierte internationale Arecibo-Kunstprojekt (anlässlich des 50. Jubiläums der ikonischen “Arecibo-Botschaft“) im Bereich der generativen Künste (mit rund 150 Einsendungen aus knapp 50 Ländern von 4 Kontinenten) wie zuvor das 2023 in München fürs Planetarium inszenierte Astropoeticon von Herbert W. Franke (dessen Archiv im ZKM beheimatet ist) deuten eine der Richtungen an, in die es weitergehen kann.
Kunst, Kultur und Wissenschaft ergeben zusammen jenen Dreiklang, der bei Fehlen einer dieser Stimmen unvollständig wäre.
PLANET KA versteht sich in diesem Sinne ausdrücklich als Kulturplanetarium.
Ein Ort, der Wissensresultate und Kunstwerke durch die kulturelle Praxis gemeinschaftlich in herausgehobener Zeit erlebter Veranstaltungen engführen will.
Auf den folgenden Unterseiten geben wir einen beispielhaften Überblick, wohin die Reise gehen kann.
Wir stehen ganz am Anfang. Die Ausführlichkeit und Detailliertheit wird von Woche zu Woche wachsen.
Dennoch wünschen wir schon jetzt: Viel Freude beim Erkunden!
Alles dies kann und wird sich entwickeln in dem Maße, wie sich Kunst-, Kultur- und Wissenschaffende einbringen und beteiligen – wozu sie alle hiermit herzlich eingeladen sind. Wir sind gespannt, von Ihnen / euch zu hören!