
DEN STERNEN ZUM (BE)GREIFEN NAH:
Unter Sternen lernen
Heben Sie mit Ihrer Schulklasse (1.-13.), Kita-Gruppe oder dem VHS-Kurs oder Uni-Seminar ab in den Weltraum!
Mitten am Tag, mitten in der Stadt tauchen wir ein in die Nacht und reisen durchs All.
Thematische Anbindung an Ihren Lehrplan. Optionale Workshops. Günstige Tarife für soziale und Bildungseinrichtungen!
Astronomie als universale MINT-“Einstiegsdroge”
“Alle Liebe zum Wissen beginnt mit dem Staunen.” (Platon, Theaitetos)
Kaum ein Themengebiet eignet sich so sehr, um die Faszination für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik (und indirekt auch Informatik, in Summe: MINT) zu wecken und zu festigen wie die “Sternenkunde”, und weiter daraus folgend: die Beschäftigung mit dem Kosmos.
Kaum ein Mensch, ob jung oder alt, bleibt angesichts der Wunderkammer Weltraum unberührt. Begeisterung ist der beste Anfang für weiteres Wissen-Wollen und konsequente Wissensaneignung.
Astronomie – und damit sind Astrophysik und Kosmologie heute immer mitgemeint – befasst sich mit dem größtmöglichen Gegenstandsbereich überhaupt: dem All. Dessen Erforschung ist vernetzt mit zahllosen anderen Wissensgebieten, die sich hier exemplarisch in einem ebenso faszinierenden wie leicht zugänglichen Kontext erschließen: von der Mathematik und Physik über die Chemie (der Sterne, Molekülwolken, Kometen, Asteroiden und Meteoriten) zur Biologie (Entstehung des Lebens, Exoplaneten) und natürlich Geologie; in Bezug auf Raumfahrt und Datenverarbeitung aber auch die Ingenieurswissenschaften und Informatik, ohne die unser heutiges Wissen unmöglich wäre.
Im Sinne der Allgemeinbildung, Welt- und Umweltkunde und Daseins-Orientierung sind solide Grundkenntnisse über unsere kosmische Existenz nicht nur basal, sondern mehr denn je notwendig, um die Besonderheit und Kostbarkeit des Lebens auf dem Planeten Erde zu verstehen und zu würdigen. Implizit wird damit ein ökologisches Bewusstsein geschaffen von der Begrenztheit unserer Ressourcen und der Fragilität der eng vernetzten Lebensräume.
Bewusst wird vor dem Hintergrund der kosmischen Evolution auch die besondere, bislang einmalige Stellung des Menschen im Universum (und die Hochspannung, mit der aktuell nach Leben und Intelligenz außerhalb der Erde geforscht wird). Nach heutigem Wissen ist das menschliche Gehirn das komplexeste materielle Gebilde im gesamten Universum – allein schon eine so tollkühne Aussage lässt aufhorchen und innehalten! Wie bitte? Wir? Ist wirklich von uns die Rede? Unser Gehirn die komplexeste Materie?! (… wo doch in Alltag und Politik leider oft so wenig davon zu merken ist!)
Die Befassung mit dem Kosmos führt so letztlich immer wieder zurück zu uns und unserem Menschsein, als planetarischen Wesen. In einem unermesslich leeren, kalten, dunklen und stillen Weltraum, drängt diese bewusste Verortung unserer kosmischen Existenz uns zu der alten unabweisbaren Frage nach dem Sinn unseres Daseins, zu der alten Aufgabe des delphischen Orakels: Erkenne dich selbst!
Die seit mindestens Jahrzehntausenden (seit der Entstehung der Himmelsmythen, Mondknochen und Höhlenmalereien) andauernde Auseinandersetzung mit dem Rätsel dieses zeitweiligen In-der-Welt-Seins, ohne zu wissen, woher und wohin, schlug sich nieder in vielfältigen kulturellen Schöpfungen – davon die ältesten und beständigsten wohl solche Geschichten sind, wie sie z.B. im Gilgamesch-Epos erstmals materiell dokumentiert sind, und die erstaunlich viel Sinn ergeben, wenn man sie auch als eine ‘Sternen-Deutung’ liest. Die Zahl der im weitesten Sinne astronomischen oder himmelskundlichen Bezüge in aller Kultur (und in allen Kulturen), ob Musik, Malerei, Poesie oder Architektur ist Legion und stellt neben der neuzeitlich-wissenschaftlichen Methode einen gleichrangig bedeutenden Versuch des Menschen dar, dieser offenen Frage der Existenz Ausdruck zu verleihen.
PLANET KA möchte in diesem Sinne auch ein Ort für alle kulturellen Zugangsweisen sein, die alternative Formen des (mehr oder weniger impliziten) Wissens in sich tragen und zu einem fruchtbaren Dialog mit der aktuellen Forschung beflügeln.
Astronomie erweist sich als ein universal allen Menschen zugängliches und alle Menschen darin vereinendes Portal zu einem im doppelten Wortsinne universalen Bildungsstreben.
Von Tag und Nacht, Sonne und Mond über Andromeda bis Lambda-CDM
Je nach Alter, Vorwissen und Interessenlage der Teilnehmenden und dem Anlass bzw. Rahmen Ihres Besuchs sind es ganz unterschiedliche Inhalte auf den verschiedensten Niveaus, die bei uns im Fokus stehen.
Wir gehen individuell auf die Bedürfnisse und Wünsche der jeweiligen Gruppe ein, angefangen mit einer alters- und kontextgerechten Präsentationsweise (von spielerisch bis fachspezifisch) über ein angemessenes Sprachniveau (z.B. einfache Sprache für Deutschlernende, fachspezifische und ggf. fremdsprachliche Führungen für Studierende usw.).
Gern sprechen wir uns im Vorfeld mit Ihnen ab, welche Erwartungen und Voraussetzungen Sie mitbringen.
Im Folgenden sind exemplarische Rahmenbedingungen für einige der üblichsten Konstellationen skizziert. Damit ist keineswegs eine abschließende oder starre Beschreibung gegeben. In jedem Einzelfall gehen wir flexibel auf Fragen und Wünsche unserer Gäste ein
Beispiel: Kita-Gruppe
Kleine, bunte Plüschplaneten begrüßen die Kinder und stellen sich vor. Da ist der flinke Merkur mit seinen flotten Turnschuhen (er ist der schnellste!) und Saturn mit seinem Hula-Hoop-Ring, hui, das macht Spaß!, und noch viele mehr…
Wir beobachten an einem Modell, wie der Mond sich um die Erde und die Erde um die Sonne dreht — bis uns fast schwindelig wird. Und danach heißt es mutig sein: Nun treten wir ein in die Nacht, aber nicht zum Schlafen, sondern um mit offenen Augen zu erleben, welchen Tanz die Himmelslichter aufführen und welche Geschichten sie zu erzählen haben. Das kann für ein paar kurze Momente sogar etwas unheimlich werden, etwa wenn vom Wolf und den sieben Geißlein die Rede ist, die sich auch am Himmel wiederfinden.
Doch am Ende der Nacht geht immer wieder die Sonne auf und das Tageslicht wird freudig begrüßt. Und jetzt zumal, wo alle wissen, warum es so ist, dass die Sonne nur scheinbar “auf- und untergeht”.
Beispiel: VHS-Kurs
Je nach Themenschwerpunkten und Vorkenntnissen der Teilnehmenden wird im Vorfeld individuell besprochen, wie der Ablauf der Veranstaltung sein soll und was behandelt wird: eher Exoplaneten oder schwarze Löcher, dunkle Energie oder Ebbe und Flut? Orientierung am Sternenhimmel und Umgang mit einer drehbaren Sternkarte? Oder doch die Forschungsergebnisse des James-Webb-Weltraumteleskops am Lagrange-Punkt L2 und die “roten Monster”-Galaxien des frühen Universums? Hubble-Tension oder doch einfach nur die schönsten Sternensagen? — Sie entscheiden! Für jeden Kurs ist was dabei!
Beispiel: Abiklasse LK-Physik mit Schwerpunkt Astrophysik
Wie groß ist der Schwarzschild-Radius für Sonne und Erde noch gleich? Und wie berechnet sich das? Wussten Sie aber auch, dass die Idee der schwarzen Löcher schon bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht? Und wie genau lassen sich Supernovae Typ Ia als Standardkerzen zur Bestimmung des Hubble-Parameters verwenden? Oder Cepheiden-Variable!? Wer hat erstmals wie die Entfernung zu einem Fixstern gemessen?
Wie Sie merken werden: Hier sind Sie gefragt! Zurücklehnen war gestern. Bei uns bleibt der Drehimpuls voll erhalten und Sie kommen hier, gemeinsam mit Ihrer Lehrkraft, so richtig auf Touren.
Aber keine Sorge: niemand muss Maxwell-Gleichungen aufsagen. Wichtig sind das qualitative Verständnis und die historischen Kontexte, um auch aktuelle Fragestellungen und Lösungswege (bzw. Aporien) selber nachvollziehen zu können. Sapere aude!
Beispiel: Grundschule
Wie viele Planeten gibt es und wie kann ich sie mir merken? Und welcher gehört warum nicht mehr dazu? Wie orientiere ich mich nachts am Himmel und finde den Nordstern? Welche Sternbilder kennt ihr schon? Und was ist das da für ein Nebelfleck? Wie weit kann man eigentlich gucken im All? Warum zeigt uns der Mond immer die gleiche Seite, aber jeden Tag in wechselnder Gestalt und woanders am Himmel? Ist ein Supermond gefährlich? Und wer hat Angst vor der “Spaghettisierung” (<- physikalischer Fachbegriff!) im Angesicht eines Schwarzen Lochs?
Fragen über Fragen — am Ende schauen wir in die Röhre: nämlich die “Fernröhre” oder neudeutsch: “das Fernrohr” aka Teleskop, um auch noch was “in Echt” zu sehen.
Alles ganz cool. Nur die Zeit geht viel zu schnell rum. Aber macht nichts: Ihr könnt mit euren Eltern ja nochmal wiederkommen! 🙂
Infos, Termine & Tickets
Ablauf des Besuchs mit Ihrer Gruppe
Ankunft: Gern können Sie bzw. die Kinder nach Ankunft, wenn nötig, noch kurz eine Essens- & Trinkpause in unserem Aufenthaltsraum machen (bitte Verpflegung selbst mitbringen). Das empfiehlt sich vor allem nach einer Anreise von weiter außerhalb, damit alle entspannt und gestärkt sind für den Trip ins All. Sprechen Sie individuell mit uns ab, wieviel Zeit Sie vorab benötigen.
Bitte kommen Sie in jedem Fall pünktlich bzw. rechtzeitig und planen Sie genug Zeit für die Anreise ein. Bei Verspätungen bitten wir um direkte Benachrichtigung, können aber nicht generell versprechen, die verlorene Zeit nachholen zu können (das hängt u.a. von den nachfolgenden Terminen ab).
Beginn: Die im Buchungskalender voreingestellte Standard-Uhrzeit für den Beginn ist 10:30 Uhr — Sie können jedoch Ihre Wunsch-Uhrzeit (zwischen 9:00 und 12:30 Uhr) für den Beginn im Verlauf der Buchung selbst einstellen. Sollten Sie eine noch frühere oder spätere Zeit oder einen nicht buchbar angegebenen Wochentag wünschen, sprechen Sie uns bitte an. Die hier vereinbarte Uhrzeit bezeichnet den Beginn der Führung bzw. Vorstellung, nicht die Ankunft. Wenn z.B. 10:30 Uhr vereinbart wurde, empfehlen wir, mind. 10-20 Minuten vorher da zu sein.
Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen bitten wir das verantwortliche Begleitpersonal darauf zu achten, dass während der Vorführung sämtliche Mobiltelefone stumm geschaltet in den Taschen verbleiben müssen. Insbesondere sind Aufnahmen nicht ohne ausdrückliche Genehmigung gestattet. Essen und Trinken ist während der Vorführung ebenfalls nicht gestattet.
Einführung: Wir beginnen meist in unserer Ausstellung mit einigen Exponaten, um die Gruppe auf das Thema und die eigentliche Planetariumsvorführung einzustimmen. Dies ist auch für uns wichtig, um Sie bzw. die Kinder ein wenig kennen zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach etwa 5-10 Minuten begeben wir uns dann in die Planetariumskuppel.
Im Planetarium: Hier ist es dunkel, darum ist es wichtig, dass insbesondere Kinder bitte auf ihren Plätzen sitzen bleiben und sich ruhig verhalten. Wenn jemand dringend raus muss oder Angst bekommt, bitte einfach laut Bescheid sagen – das ist kein Problem. Wir machen es dann ein wenig heller, damit ihr raus könnt, ohne zu stolpern. Ein Einlass zurück in die Kuppel ist dann aber u.U. nicht mehr möglich. Kinder sind bitte von einem verantwortlichen Erwachsenen ggf. nach draußen zu begleiten und zu beaufsichtigen.
Die eigentliche Planetariumsvorführung dauert in der Regel ca. 40-50 Minuten. Im Anschluss können dort noch Fragen gestellt werden.
Abschluss: Im Anschluss sind, je nach Gruppe und Zeit, u.U. noch Teleskopbeobachtungen möglich, bei klarem Himmel und sichtbaren lohnenden Objekten von der Terrasse aus, alternativ in Form einer Simulation in den Innenräumen. Nach insgesamt ca. 70 – 80 Minuten landen wir wieder sicher auf der Erde und danken für den Besuch.
Sofern vorher abgesprochen, kann gern nochmals eine kleine Pause im Aufenthaltsraum eingelegt werden. Bei schönem Wetter empfiehlt sich aber auch der unmittelbar vor der Tür gelegene Park zum Verweilen und Austoben! 🙂
Workshops & besondere Wünsche: Sollte ein Workshop vereinbart sein, so findet dieser nach der Vorführung (wie oben beschrieben) und einer 20- bis 30-minütigen Pause im Anschluss statt und dauert, je nach Thema und Vereinbarung, noch einmal grob eine bis eineinhalb Stunden. Weitere Infos über Workshops hier auf der Seite.
Sollten Sie Vorstellungen und Wünsche haben, die sich nicht hier in der Beschreibung wiederfinden, kontaktieren Sie uns gern — wir sind gespannt, was für Sie tun können!
Spezielle Bildungstarife
für alle Gruppen aus dem sozialen, gemeinnützigen oder Bildungsbereich (auch z.B. Uni, Studis, Referendariat und VHS) – fragen Sie im Zweifelsfall bitte einfach vorher nach!
Kitas & Grundschulen: 5,50 € je Kind; Mindestbetrag 99 Euro (entspricht 18 Kindern)*
alle anderen: 7,50 € je Person; Mindestbetrag 120 Euro (entspricht 16 Personen)*
* je Gruppe zwei Begleitpersonen frei
Sollten Sie die zugrunde gelegte Mindest-Gruppengröße nicht erreichen, dürfen Sie natürlich dennoch auch mit weniger Personen kommen – nur wäre der Pro-Kopf-Preis dann entsprechend höher, da in jedem Fall der Mindestbetrag fällig wird. Alternativ empfehlen wir, sich mit einer weiteren Gruppe / Klasse zusammenzutun.
Maximale Gruppengröße für das Planetarium: 45 Personen (inkl. aller Begleitpersonen)
Maximale Gruppengröße für Workshops: 20 Teilnehmer (exkl. Begleitpersonen); ggf. mehr nach Rücksprache
Hier finden Sie in Kürze das Buchungstool, das Ihnen freie Vormittagstermine der nächsten 6-8 Wochen anzeigt. Sie können einen Tag auswählen und direkt buchen und ggf. schon bezahlen (kostenlos stornierbar und an Änderungen der Gruppengröße anpassbar).
Für Termine, die weiter als zwei Monate in der Zukunft liegen, können Reservierungen per Mail erfragt werden unter buchung@planet-ka.de. Somit können Sie schon jetzt Termine für Sommer oder Herbst festlegen.
Solange noch kein Eröffnungstermin feststeht, bitte wir um Verständnis, dass wir Buchungen derzeit erst für Termine ab dem 12. Mai mit relativer Sicherheit bestätigen können. Frühere Termine im Zeitraum 24.3. – 9.5.2025 lassen sich im Moment leider nur unter Vorbehalt vereinbaren. (Selbstverständlich entstehen Ihnen bei einem Ausfall keine Kosten.)
Workshops:
In Kürze bieten wir hier eine Reihe von Workshop-Themen für verschiedene Altersstufen zur Auswahl an. Die Workshops sind nur zusammen mit einer regulären Führung buchbar. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt (mehr ggf. nach Absprache). Vorführung und Workshop zusammen umfassen (inkl. einer dazwischen liegenden max. 30-minütigen Pause) insgesamt in der Regel 2 1/2 bis 3 Stunden.
Spezielle Arrangements:
Sollte Ihre Gruppe z.B. zugleich etwas zu feiern haben oder aus sonstigen Gründen nach der Vorführung noch ein bisschen im PLANET KA verweilen mögen, besteht die Möglichkeit zur Anmietung der Location, wahlweise mit Catering u.ä. Fragen Sie bitte einfach nach, um ein individuelles Angebot zu erhalten!
In Planung:
Gern stellen wir Ihnen Materialien, Infos oder Links zur Verfügung, um sich im Zusammenhang mit Ihrem Besuch vertiefend vor- oder nachzubereiten. Fragen Sie bitte rechtzeitig vorher nach (empfohlen mind. 2 Monate vor dem Termin).